In der Eifel liegt einer der 14 Nationalparks in Deutschland. Diese Parks sind Flächen, in denen die Spuren des Menschen aus der Natur verschwinden sollen. Die Regeln für menschliche Eingriffe sind sehr streng. Dafür entstehen Landschaften aus einer Zeit vor dem Menschen. Meine Tour verläuft vom Campingplatz Hasenfeld entlang des Rursees hoch zum Kermeter. Dort besuche ich den Aussichtspunkt …. um anschließend zum Rurstausee und zum Campingplatz abzusteigen.

Ich starte am Campingplatz Kohl in Hasenfeld und laufe zum abwärts zum alten Jugendstil-Kraftwerk. Hier wurde früher Elektrizität mit Wasser aus der Urft gewonnen, welches quer durch den Kermeter abwärts floß.

Das alte Wasserkraftwerk

Am Parkplatz des Kraftwerks biege ich nach links in Richtung Osten und folge der Wanderroute T5 ca. 1,5km. Dann geht es in Steinbach bergauf. Allerdings nicht direkt ins Steinbachtal, sondern unterhalb der Gaststätte, parallel zum Hang oberhalb der Straße, über die ich gekommen bin. An deren Ende überquere ich einen kleinen Bach und halte mich nun links von einer eingezäunten Weide. Die Steigung nimmt deutlich zu und auf dem schmalen, unbefestigten Weg sind Trekking oder Wanderstöcke sehr zu empfehlen. Gerade am Ende des Abschnitts liegt der blanke Fels, der bei Nässe zur Rutschbahn wird.

Wir stoßen nun wieder auf den Wanderweg T5, der aus Süden kommend eine 90° Kurve nach Westen macht. In dieser Kurve steht eine Ansichtstafel mit Informationen zum Nationalpark und dem Wegenetz. In der Kurve geht mein Weg 240° in westliche Richtung bergauf. Es folgt der längst und steilste Anstieg. Passender Weise erreiche ich bald eine Tischgruppe, an der ich nach 4KM und etwas über einer Stunde Marsch eine Rast einlegen kann.

Von hier aus geht es nur noch mäßig bergauf. An der nächsten Weggabelung ist schon das Kermeter ausgeschildert. Es geht noch ein kurzes Stück nach Süden, um dann nach Westen auf den „wilden Kermeter“ zuzuhalten.

Nach etwa 6km komme ich an die Landstraße L15 und kann im Westen schon den großen Parkplatz zum Natur-Erlebnisraum Kermeter schon sehen.

Der Natur-Erlebnisraum ist ein ca. 7km langes, barrierefreies Wegenetz. Es gibt mehrere Rastplätze und viele Informationstafeln. Mein Weg führt mich zum Aussichtspunkt Hirschley. Hier mache ich eine Pause und genieße die wunderschöne Aussicht auf die Rurtalsperre.

Anschließend folge ich dem Wanderweg T2 abwärts in Richtung Staudamm Schwammenaul. Für kurze Passagen verschwindet jegliche Wegbegrenzung und ich habe das Gefühl mitten durch den winterlichen Wald zu laufen. Der mäßige, fast 3km lange Abstieg endet direkt am Ufer der Rurtalsperre. Ihm folge ich bis zum großen Parkplatz am Stausee. Nun geht es noch quer durch das Eifel-Ressort bis ich das alte Kraftwerk erkenne und die Wanderung an meinem Tipi beende.

Kategorien: Reiseberichte

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