Direkt an der Rur startet meine nächste Erkundungstour. Ich suche einen Ort in der Eifel, der die Möglichkeit bietet mit Kindern und Jugendlichen ins „einfache Leben“ abzutauchen. Pennen im Zelt, Kochen auf Feuer und es sich ansonsten mit dem von Gott Gegebenen gut gehen lassen.

Die Erkundung beginnt nach dem Zeltaufbau mit einer Tour auf der Rur vom Zeltplatz bis nach Oberschwalmau. Ich habe mich über Kanu NRW angemeldet und der Pegel liegt knapp über der Befahrungsgrenze von 7cbm/h. Trotz des geringen Pegels geht die 16km flott vorwärts und ich muss ganz schön arbeiten, um den Prospector in der Spur zu halten und nicht gleichzeitig in querliegende Bäume, tiefhängende Äste oder auf herausragende Felsen und Steine zu donnern.

Dank zweier Begleiter, die die Rur gut kennen, komme ich weitgehend trocken und ohne Schaden am Stausee an. Die warme, tiefstehende Sonne entschädigt für die letzten 30 Minuten ohne Strömung.

Zum Abschluss eines tollen Tages auf dem Wasser winkt Hirschgulasch im Restaurant Eifeler Hof. Perfekt. Zurück auf dem Campingplatz lassen wir unter klarem Sternenhimmel bei Lagerfeuer und Gitarrenmusik den Abend ausklingen.

Im Vergleich zu den frühsommerlichen Temperaturen wird die Nacht recht kalt. Aber mit Ofen und ausreichenden Holzvorräten macht sich das nur außerhalb des Zelt bemerkbar.

Am Sonntagmorgen ist das Wasser im Hundenapf gefroren und Wiese und Tipi sind mit Raureif überzogen. Aber Toilette und Badehäuschen sind gut beheizt. Nach der Morgenwäsche sorgen dann Sonne und Feuer für Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Zum Frühstück gibt es Stockbrot und Grillwürstchen. So gut gestärkt ist der Abbau dann schnell erledigt. Mittags geht es dann wieder gen Heimat. Was bleibt es ein Wahnsinns Wochenende, direkt vor der Haustür und doch ganz weit weg.

Kategorien: Reiseberichte

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