Nach der tollen Zeit im Familiencamp 2018 war schnell für die Eltern und Kinder der Kita Märchenland klar: „Wir wollen wieder campen.“ Diesmal wählte ich als Lagerplatz den Ort Heimbach in der Eifel. Eine Wiese direkt an der Rur sollte ein Gefühl von Wildnis und Freiheit vermitteln.

Die Planung war im Januar abgeschlossen und schnell waren mehr als 20 Teilnehmer beisammen. Nach der sehr heißen Veranstaltung im letzten Jahr hofften wir auf moderate 20°C im Mai mit Biwaktemperaturen bei Nacht. Doch es es sollte ganz anders kommen.

Tagelanges studierend der Wetterkarte brachte keine Besserung: Regen und nächtliche Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt blieben prognostiziert. Obwohl uns also kein Badewetterwochenende bevorstand, hielten die Eltern der Kita Märchenland am Vorhaben fest. Und so trudelte eine Familie nach der anderen am Freitagnachmittag im beschaulichen Heimbach ein.

Noch ist es trocken – auf dem leeren Campingplatz

Der Freitag hielt zwei große Überraschungen für uns bereit

  1. Der Campingplatz war komplett leer. Wir waren mutterseelenallein auf der großen Fläche zwischen Rur und Wald
  2. Es regnete nicht. Wir konnten im Trocknen aufbauen und bis spät in den Abend ums Lagerfeuer sitzen

Somit war das Glück der Mutigen mit uns. Erst in der Nacht begann der Niederschlag. Allerdings störte das morgens kaum jemanden. Vor allem nicht die Kinder. Nachdem sie sich eine Weile beim Kartenspielen im Gruppenzelt aufgewärmt hatten. (Gott sei dank war der Zeltofen an Bord) zogen sie ihr Ölzeug an und erkundeten die Weite des Campingplatzes.

Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur schlechte Kleidung

Während die Kids also beschäftigt waren hatten die Eltern und ich schnell den Rest des Tagesablaufs abgestimmt. Auch wenn wir alle gut auf Regen vorbereitet waren, beschlossen wir den Nationalpark auf eine trockene Art und Weise zu erkunden. Ich hatte im Vorfeld die Ausstellung „Wilde Eifel“ als Alternative für schlechtes Wetter ausgearbeitet.

Aufwärmen. Im Gruppenzelt sorgte der Holzofen schnell für T-Shirt Temperaturen

So konnten wir den heftigen Regenfällen des nachmittags aus den großen Fenstern der Ordensburg Vogelsang zusehen – bei einem Stück Apfelstrudel und einer Tasse gutem Kaffee. Als wir abends heimkehrten, hatten die Schauer deutlich nachgelassen und wir konnten am Grill den Tag ausklingen lassen und dabei den klaren Sternenhimmel bewundern.

Chillen am Lagerfeuer 2.0.

Allerdings folgte auf die aufgerissene Wolkendecke eine bitter kalte Nacht an. Bei Temperaturen knapp über 0°C hieß es also jetzt schlafen zu gehen. Erstaunlicher Weise war das überhaupt gar kein Problem. Müde, erschöpft und voll von wunderbaren Natureindrücken sanken die Teilnehmer auf Ihre Luftmatratzen und Isomatten und schliefen den tiefen Schlaf der Tüchtigen. Erst am nächsten Morgen als die Sonne schon lange begonnen hatte den Zeltplatz zu wärmen und einen schönen Tag ankündigte, erwachten einer nach dem anderen um sodann ausgeschlafen und munter ein deftiges Frühstück zu genießen.

Nun war es an der Zeit den Platz zu räumen. Dank vieler Hände konnten wir mittags die Wiese übergeben und eine letzte Exkursion in die Wildnis der Eifel starten. Diesmal in Echt. Der Naturerlebnispfad „Wilder Kermeter“ empfing uns bei strahlendem Sonnenschein und war so das Highlight des Wochenendes. Keine 24 Stunden später nachdem wir uns verabschiedet hatten, klang schon der ruf: „Wir wollen nochmal.“ durch die Chatgruppe. „Am liebsten noch dieses Jahr!“ .

Ich glaube, das hat nicht nur etwas mit den schönen Erlebnissen des Wochenendes zu tun – sondern auch mit dem Stolz, es durchgezogen zu haben, und nicht zu kneifen. Vielleicht sollten wir alle öfter bei Regen campen.

Ein sonniges Ende im Nationalpark Eifel
Kategorien: Familiencamp

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